|
Leci Deflorin aus Camischolas geboren am 24.8.1898, erzählt uns die Herkunft des Namens "Veltlinertour". In weiser Voraussicht auf eine kommende touristische Entwicklung tauschte und kaufte er Land auf Planatsch und baute da gegen Ende des Krieges einen Viehstall mit vorderem Wohnteil. Bereits 1946 hatte er in diesem Gebäude eine Wirtsstube eingerichtet und den ersten Touristen Milch, Mineralwasser, Kaffee und Suppe ausgeschenkt. Daneben war er aber immer noch Landwirt und hielt auf Planatsch den ganzen Winter über Kühe, Schafe, Hühner und ein Pferd. 1946 erhielt er das Patent für den Alkoholausschank. Er kam auf die Idee, einen guten Veltliner einzulagern und den Gästen, welche über den Oberalppass nach Planatsch kamen, diesen begehrten Wein zu servieren. Dies hatte sich unter den Skitouristen bald herumgesprochen und das erste Restaurant zwischen Oberalp und Rueras hatte bald eine Schar zufriedener Stammkunden.
Und warum mundete der Veltliner auf Planatsch so gut? Leci Deflorin als Kenner meinte, dass er erstens eine gute Qualität einkaufe, zweitens der im Sommer kühle Keller mit Lehmboden zur Lagerung bestens geeignet sei, drittens der Veltliner auf 1720 müM besonders gut schmecke und viertens die Gäste nach einer Tour den Wein besonders geschätzt hätten. So war es eigentlich naheliegend, dass auf einmal der Name "Veltlinertour" auftauchte und so, nach und nach in den Volksmund überging. Selbst das Personal des Bahnhofs Andermatt empfahl den Skitouristen die Veltlinertour: mit der Bahn auf die Oberalppasshöhe, mit den Skis über den Pass Tiarms, weiter zum Cuolm Val und Abfahrt über Milez ins Restaurant Planatsch zu Veltliner, Huuswurst, luftgetrocknetem Schinken, Bergkäse, Gerstensuppe, Kaffee und nicht zuletzt zum originellen Wirt Leci Deflorin.
Nach einer Feuersbrunst im Dezember 1977 war das Haus Planatsch
Bis auf die Grundmauern abgebrannt. Dank dem Ehrgeiz von Serafin Cavegn
wurde 1978 Planatsch wieder gebaut.
Ab 1988 übernahm sein Sohn Marcus Cavegn die weitere
Führung des Planatsch.
> Ustria Alpsu auf dem Oberalppass
|
|
|